Ratgeber IT-Sicherheit

SPF-Eintrag Beispiel: So richtest du ihn richtig ein

Stand: 21. Oktober 2026 · Lesezeit etwa 3 Minuten

Ein SPF-Eintrag schützt deine Domain davor, dass Fremde in deinem Namen gefälschte E-Mails versenden. In diesem Ratgeber findest du konkrete SPF-Eintrag-Beispiele für die gängigsten Mail-Anbieter und lernst, wie du den TXT-Record bei deinem Hoster richtig hinterlegst.

Wie sieht ein typisches SPF-Eintrag-Beispiel aus?

Ein SPF-Eintrag ist kein eigenes Dateiformat, sondern eine einfache Textzeile (TXT-Record), die in den DNS-Einstellungen deiner Domain gespeichert wird. Er signalisiert den empfangenden Mailservern, welche Server E-Mails für deine Domain versenden dürfen.

Das Standard-Beispiel für eine Domain, die E-Mails ausschließlich über Microsoft 365 versendet, lautet:

v=spf1 include:spf.protection.outlook.com ~all

Dieses Beispiel lässt sich in seine einzelnen Bausteine zerlegen:

Beispiele für gängige Anbieter und Kombinationen

Je nachdem, über welche Dienste du E-Mails verschickst, sieht dein SPF-Eintrag unterschiedlich aus. Nutzt du mehrere Anbieter (zum Beispiel deine normale Büro-Mail plus einen Newsletter-Dienst), musst du diese in einem einzigen Eintrag zusammenfassen.

Ein SPF-Eintrag-Beispiel für Google Workspace (Gmail für Unternehmen):

v=spf1 include:_spf.google.com ~all

Ein SPF-Eintrag-Beispiel für Ionos (1&1):

v=spf1 include:_spf.ionos.com ~all

Ein SPF-Eintrag-Beispiel für Strato:

v=spf1 include:strato.de ~all

Ein Beispiel für eine Kombination aus Microsoft 365 und dem Newsletter-Dienst Mailchimp:

v=spf1 include:spf.protection.outlook.com include:servers.mcsv.net ~all

Ein Beispiel für einen eigenen Server mit fester IP-Adresse (z. B. 192.0.2.1) zusätzlich zu Google Workspace:

v=spf1 ip4:192.0.2.1 include:_spf.google.com ~all

Wie richte ich den SPF-Eintrag Schritt für Schritt ein?

Um den Syntax-Code in die Praxis umzusetzen, benötigst du Zugriff auf die Domain-Verwaltung deines Anbieters (z. B. Hetzner, Host Europe, Dogado, Strato oder Ionos).

  1. Melde dich im Kundenportal deines Domain-Registrars an und öffne die DNS-Einstellungen (oft auch als DNS-Zone oder Nameserver-Verwaltung bezeichnet) für deine Domain.
  2. Prüfe, ob bereits ein Eintrags-Typ namens TXT existiert, der mit v=spf1 beginnt. Wichtig: Es darf pro Domain genau nur einen SPF-Eintrag geben.
  3. Wenn noch kein Eintrag existiert, klicke auf Neuen Record anlegen. Wähle als Typ TXT aus.
  4. Trage im Feld Name, Host oder Subdomain entweder ein @-Zeichen ein oder lasse das Feld leer (je nach Vorgabe deines Hosters). Damit gilt der Eintrag für die Hauptdomain.
  5. Füge in das Feld Wert, Content oder Ziel deinen vorbereiteten SPF-String ein (zum Beispiel v=spf1 include:_spf.google.com ~all).
  6. Speichere die Änderung. Die weltweite Aktualisierung im DNS-System kann zwischen wenigen Minuten und bis zu 24 Stunden dauern.

Welche typischen Fehler solltest du unbedingt vermeiden?

Fehler im SPF-Eintrag führen dazu, dass deine geschäftlichen E-Mails im Spam-Ordner deiner Kunden landen oder gar nicht zugestellt werden. Die folgenden Stolpersteine kommen in der Praxis am häufigsten vor:

Mehrere SPF-Einträge anlegen: Erstelle niemals zwei separate TXT-Records für SPF (z. B. einen für Google und einen für den Webserver). Das entwertet die Prüfung komplett. Kombiniere alle Server in einer einzigen Zeile mit mehreren include- oder ip4-Angaben.

Das Lookup-Limit von 10 Überschreiten: Empfangende Server führen bei der Prüfung maximal 10 DNS-Abfragen (Lookups) durch. Jeder include-Befehl zählt als mindestens eine Abfrage. Wenn du zu viele externe Dienste einbindest, schlägt die Prüfung fehl.

Verwendung von -all statt ~all ohne DMARC: Der Zusatz -all (HardFail) weist den Empfänger an, unautorisierte Mails sofort abzuweisen. Wenn du aus Versehentlich einen Mailserver vergessen hast, gehen diese Mails unwiederbringlich verloren. Der Zusatz ~all (SoftFail) ist für den Einstieg die sicherere Wahl.

Wie überprüfe ich, ob der SPF-Eintrag funktioniert?

Nach dem Speichern solltest du kontrollieren, ob die Syntax korrekt ist und ob Mailserver deine Angaben fehlerfrei auslesen können.

Mit dem Kniffwerk-Werkzeug SPF-, DKIM- & DMARC-Prüfer kannst du deine Domain direkt analysieren lassen. Das Tool prüft die DNS-Einträge sauber in deinem Browser, ohne dass vertrauliche Daten auf fremde Server hochgeladen werden.

Zusätzlich empfiehlt es sich, eine Test-E-Mail an eine externe Adresse (wie ein privates GMX- oder Gmail-Konto) zu senden. Öffne dort den E-Mail-Header („Original anzeigen“) und suche nach der Zeile Received-SPF. Steht dort pass, ist dein Eintrag korrekt konfiguriert und aktiv.