Ratgeber Rechnung
GiroCode auf der Rechnung: So zahlen Kunden per QR-Code
Ein kleiner QR-Code auf der Rechnung erspart dem Kunden das Abtippen von IBAN, Betrag und Verwendungszweck: Banking-App öffnen, Code scannen, Überweisung bestätigen. Das beschleunigt Zahlungen und verhindert Zahlendreher.
Was ist ein GiroCode?
Der GiroCode ist ein QR-Code nach dem europäischen Standard EPC-QR-Code (European Payments Council). Er enthält keine Zahlung, sondern nur die Überweisungsdaten als Text: Empfängername, IBAN, Betrag, Verwendungszweck und optional BIC. Die Banking-App liest sie aus und füllt das Überweisungsformular vor – bestätigen muss der Kunde selbst.
Unterstützt wird er von den Apps nahezu aller deutschen Banken und Sparkassen, oft unter Namen wie „Foto-Überweisung“, „Rechnung scannen“ oder „GiroCode“.
Was in den Code gehört
| Angabe | Pflicht? | Hinweis |
|---|---|---|
| Empfängername | ja | höchstens 70 Zeichen, genau wie beim Bankkonto |
| IBAN | ja | ohne Leerzeichen, wird von der App geprüft |
| Betrag | nein | in Euro; ohne Betrag trägt der Kunde ihn selbst ein |
| Verwendungszweck | nein | höchstens 140 Zeichen – am besten nur die Rechnungsnummer |
| BIC | nein | innerhalb des SEPA-Raums nicht mehr nötig |
Wichtig: Der Verwendungszweck sollte kurz und eindeutig sein, damit du die Zahlung später zuordnen kannst – „Rechnung 2026-114“ reicht. Kundennamen oder lange Texte machen den Code nur dichter und schlechter scanbar.
Wo der Code auf der Rechnung steht
- Am besten neben den Zahlungsdaten, nicht am Seitenrand – dort wird er beim Drucken manchmal abgeschnitten.
- Mindestens 3 × 3 cm groß, mit etwas weißem Rand, sonst erkennen ihn ältere Handykameras schlecht.
- Schwarz auf weiß. Farbige Codes oder Logos in der Mitte funktionieren oft, aber nicht zuverlässig.
- IBAN und Betrag zusätzlich als Text angeben – für alle, die per Online-Banking am Rechner zahlen.
Grenzen und Sicherheit
- Der Code ersetzt keine Lastschrift und keinen Zahlungsdienstleister: Der Kunde überweist ganz normal selbst.
- Es ist keine Verschlüsselung enthalten – jeder kann den Inhalt auslesen. Also nur Daten hineinschreiben, die ohnehin auf der Rechnung stehen.
- Umgekehrt gilt für Empfänger: Vor dem Bestätigen prüfen, ob Empfängername und Betrag stimmen. Gefälschte Rechnungen mit fremder IBAN gibt es auch mit QR-Code.
- Für Zahlungen außerhalb des SEPA-Raums ist der GiroCode nicht gedacht.
Auch praktisch für Vereine und Spenden
Beiträge, Spenden und Anmeldungen laufen mit QR-Code deutlich reibungsloser: Der Betrag steht fest, der Verwendungszweck ist eindeutig, Rückfragen entfallen. Kassenwarte finden die Zahlungen später leichter im Kontoauszug wieder.
Vorher prüfen: Stimmt die IBAN?
Eine falsche Ziffer in der IBAN macht den schönsten QR-Code wertlos. Die Prüfziffer lässt sich in Sekunden kontrollieren – genau wie eine USt-IdNr. oder eine Steuernummer, die auf die Rechnung gehört.